Vision / Haltung

Herz - Wir werden

Was brauchen unsere Kinder?

Mit WirWerden will ich Menschen dazu inspirieren, ihre Werte zu leben.

Um gelingende Beziehungen zu führen, müssen wir unsere Bedürfnisse und Grenzen kennen, unsere Werte und Ziele. So können wir einander in persönlicher Verantwortung auf Augenhöhe begegnen. Und aneinander wachsen.

Erziehung ist Beziehung. Kinder wachsen und lernen an ihren Vorbildern. Wir brauchen weder Methoden, noch Regeln. Als Erwachsene haben wir eine verantwortungsvolle Rolle als Begleiter*innen über. Erziehung passiert in der Begegnung von Menschen, in der Beziehung zueinander.

„Weich ist stärker als hart.
Wasser stärker als Fels.
Liebe stärker als Gewalt.“
(Hermann Hesse)

Meine Haltung lässt sich in folgenden Punkten darlegen (mit „Kind“ darf sich jeder groß gewordene Mensch ebenso angesprochen fühlen):

Kinder kommen kompetent zur Welt.
In jedem menschlichen Gehirn stehen unglaubliche Potentialen zur Verfügung. Genütztes verfestigt sich. Ungenütztes verfällt. Kinder sind von Anfang an gut mit sich selbst in Kontakt. Sie haben ein gutes Gespür für ihre inneren Vorgänge, aber keine Worte dafür. Sie brauchen Erwachsene, die ihnen Worte geben und sie mit ihrer Lebenserfahrung ins Leben führen.

Kinder sind von Geburt an sozial.
Kinder sind körperlich, emotional und ökonomisch abhängig. Sie brauchen Bezugspersonen, um überleben zu können. Sie müssen und wollen deshalb kooperieren. Verbundenheit ist ein existentielle menschliches Bedürfnis. Kinder sind Teamplayer, weil sie gar nicht anders können. Wenn das Miteinander misslingt, liegt es an uns Erwachsenen hinzuschauen. Mit Interesse und Neugier aneinander kann jedes Problem bewältigt werden.

Kinder lernen von sich aus.
Kinder lernen bereits im ersten Lebensjahr so vieles ohne unterrichtet oder belehrt zu werden. Das tun sie aus purer Neugier, Begeisterung und Lebenshunger. Wir müssen demnach nicht viel mehr tun, als unseren Kindern Vorbilder zu sein.

Kinder wollen gesehen und ernst genommen werden.
Kinder brauchen Erwachsene, die sie akzeptieren, wie sie sind. Kinder brauchen das Gefühl, richtig, wichtig und wertvoll zu sein. Das dadurch entstehende Selbstgefühl wird zum Immunsystem für Psyche und Körper.

Kinder brauchen Führung durch persönliche Autoritäten.
Kinder haben ein Bedürfnis nach Orientierung und Führung. Bekommen sie das, ist auch ihr Bedürfnis nach Sicherheit befriedigt. Wir Erwachsenen müssen dazu wissen, wo es lang geht, was uns persönlich wichtig ist. In gutem Kontakt mit uns selbst können wir als Begleiter*innen unsere persönlichen Grenzen setzen und sind damit beste Vorbilder: Kinder entwickeln dadurch Empathie, weil sie es mit echten Menschen zu tun haben. Zudem lernen sie selbst Grenzen zu setzen.

Kinder brauchen Erwachsene, die sich zeigen.
Kinder brauchen Erwachsene, die von sich selbst sprechen und vertreten können, was sie wollen oder die zumindest herausfinden wollen, was ihnen wichtig ist. Sie brauchen keine Erwachsenen, die ihnen in ihrer unfehlbaren Elternrolle begegnen, sondern Eltern, die echt sind und sich mit all dem zeigen, wer sie sind. Kinder brauchen Erwachsene, die Fehler machen und aus ihren Fehlern lernen wollen. Sie brauchen Erwachsene, die ihre eigene Meinung sagen, damit sie selbst sich später eine Meinung bilden können.

Kinder brauchen Erwachsene, die auf ihre Intuition vertrauen.
Kinder brauchen Erwachsene, die darauf vertrauen, dass ihr Herz und ihre innere Stimme richtig liegen. Sie brauchen Erwachsene, die sich nicht von Erziehungstipps und gut gemeinten Ratschlägen auf Irrwege führen lassen, sondern bei sich bleiben. Diese Begleiter*innen müssen nicht perfekt sein. Aber sie müssen bereit sein, über sich selbst hinaus zu wachsen. Und wenn es sein muss, mithilfe von Unterstützung auf der Suche nach neuen Wegen.

Kinder brauchen Respekt und Vertrauen.
Kinder brauchen eine liebevolle Haltung und einen positiven Blick. Sie brauchen Vertrauen in ihre Fähigkeiten haben.

In Beziehungen, die mit dieser Haltung gelebt werden, wachsen unsere Kinder zu verantwortungsvollen Erwachsenen heran, die neugierig, friedfertig, offen und mit reinem Herzen in die Welt hinausgehen, um dort eine gesunde Gesellschaft mit gesunden Menschen zu etablieren.

In diesem Sinne will ich im Rahmen dieses Blogs, familylab-Vorträgen und Workshop-Reihen Menschen dazu inspirieren, ihre Haltung der Kindheit gegenüber neu zu denken. Ich lade herzlich dazu ein, mir zu folgen, um gemeinsam und aneinander zu wachsen.